|
Ein Rückblick.
Sonntag 16.08.2009 16.00 Uhr
Als Vorwort möchte ich den Schlusssatz von Gert Heidenreich in seiner Rede vom 07.03.2004 nehmen.
Der ganze Artikel ist auf der Startseite nachzulesen.
Nehme ich abschließend zusammen: den Übermut der Ämter mit dem Zynismus der
Funktionäre; den Verlust von Vorbildlichkeit in der Politik mit der Schwäche der
demokratischen Institutionen; die Bildungsmisere mit dem Chancenmangel der
jungen Generation ? dann kann ich nicht anders: ich muss daraus Alarmzeichen
lesen und sie auch so benennen. Nicht aus Neid auf die Milliardäre. Nicht aus
Nostalgie für die Revolte meiner Jugendzeit. Sondern aus Sorge. Ich möchte gern
gewissenhaft und mit dem notwendigen Maß an Rechtssicherheit und Ruhe nachdenken
dürfen und, auf der Kraft des Wortes insistierend, meinen Beruf ausüben. Ich bin
nicht bereit, für ein paar Spitzenegoisten und die Laufruhe ihrer Zwölfzylinder
das Feuer an meiner Haustür zu riskieren. Ich bin ein spießiger Demokrat. Nicht
neidisch. Aber an Frieden interessiert.
10 Jahre nach den tödlichen Schüssen von 2 Polizeibeamten auf den unschuldigen Friedhelm Beate kann man nur sagen das die Öffentlichkeit und Justiz im Grunde versagt haben.
Im Jahre 2002 wurde der Fall wahrscheinlich endgültig zu den Akten gelegt.
Die Verantwortung hat niemand übernommen.
Das ist symptomatisch für unseren "Rechtsstaat". Verantwortung scheint niemand mehr für nichts zu übernehmen.
Der folgende und 2 weitere Artikel (abwärts zu lesen) belegen das.
Vor der Landtagswahl schweigt man in Thüringen zu den Pannen im Fall Friedhelm Beate
BERLIN/ERFURT, 1. September. Ein kurzes Klopfen. Er müsse noch mal nach dem Rechten sehen, ruft der Hotelier. Der Gast öffnet seine Zimmertür einen Spalt breit und sieht zwei Herren mit gezogenen Pistolen. Dass die Männer Zivilfahnder der Polizei sind, ist für ihn nicht ersichtlich. Vor Schreck drückt er seine Zimmertür schnell wieder zu. Durch die geschlossene Tür fallen zwei Schüsse; einer durchschlägt die Brust, der zweite Schuss trifft das Herz und tötet Friedhelm Beate. Der Tourist aus Köln, auf Wandertour in Thüringen, wurde Ende Juni Opfer einer Fahndungspanne. Die Polizisten verwechselten ihn mit dem Schwerverbrecher Dieter Zurwehme. Während Zurwehme seit knapp zwei Wochen in Koblenz in Haft sitzt, sind die genauen Umstände des Todes von Beate weiter ungeklärt. Die Witwe stellte mittlerweile bei der zuständigen Staatsanwalt in Erfurt einen Antrag auf Nebenklage.
Bereits unmittelbar nach den tödlichen Schüssen wurden zahlreiche Pannen im Polizeiapparat bekannt. Eigentlich sollten die Zivilfahnder nur die Personalien von Friedhelm Beate überprüfen. Der Tourist aus Köln hatte sich am Nachmittag des 27. Juni im Hotel "Zur Erholung" im thüringischen Heldrungen einquartiert. Nur mit Wanderstab und Rucksack war er in der Pension angekommen. Das machte ihn bereits verdächtig jedenfalls für eine Bedienstete des Hotels. Nach einer Fahndungssendung im Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) glaubte sie in Friedhelm Beate den gesuchten Dieter Zurwehme zu erkennen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Kripo live
Sonntag 16.08.2009 16.00 Uhr
Im Sommer wurde in Thüringen ein Urlauber erschossen, weil die Polizei ihn für einen Mörder hielt - wird eine Anklage erhoben oder nicht?
HELDRUNGEN, im Dezember. Claus Unger ist müde geworden. Mit Bitterkeit in der Stimme berichtet der Mittfünfziger über das vergangene halbe Jahr. Immer wieder stockt er in seiner Erzählung an bestimmten Punkten, die ihm besonders wehtun. Dann steht er vom Tisch auf, läuft schweigend in der Hotelgaststätte herum. Er holt Luft wie ein Herzkranker und ringt seine Gefühle nieder. Erst danach kann er weitererzählen. Von den Drohungen gegen ihn und seine Familie. Von der Polizei, die seine Anzeigen verschleppt hat, wie er sagt. Von Gästen, die in seinem Hotel nicht übernachten wollen, seit die Polizei dort herumschoss. Von den finanziellen Sorgen, die ihn seither umso mehr plagen. ⇒⇒⇒ mehr Infos
Kein Verfahren gegen Polizisten;
Eine zweifelhafte Entscheidung
Sonntag 16.08.2009 16.00 Uhr
Auch in einem weiteren Fall, der bundesweit Aufmerksamkeit erregte, ist das Verfahren gegen die Polizeibeamten nahezu unbeachtet von den Medien eingestellt worden. Die Großfahndung nach dem Schwerverbrecher Dieter Zurwehme, die im vergangenen Jahr durch zeitweise hysterische Züge gekennzeichnete war, hatte für einen harmlosen Kölner Wanderer tödliche Folgen.
Im nordthüringischen Heldrungen erschossen zwei Zivilfahnder den Urlauber Friedhelm Beate, weil Zeugenaussagen mangelhaft überprüft worden waren. Der leitende Erfurter Oberstaatsanwalt Raimund Sauter teilte der Öffentlichkeit mit, dass die Beamten an der Tür eines Hotelzimmers in Heldrungen auf Grund einer "vegetativen Reaktion" unabsichtlich geschossen hätten. Zynisch fügte er hinzu, dass auch bei Einstellung des Verfahrens die Witwe des 62-jährigen Opfers die Möglichkeit der Beschwerde habe. ⇒⇒⇒ mehr Infos
Innere Sicherheit;Zuviel des Guten
Sonntag 21.12.2008 03.30 Uhr
Das BKA-Gesetz wurde heute endgültig
verabschiedet. Ständig neue Überwachungsgesetze
jedoch bekämpfen nicht den Terrorismus,
sondern nur die Angst davor.
Ein Kommentar
Wie wir reden, zeigt, was wir denken, was wir fürchten. Opfer beispielsweise waren in unserer Gesellschaft einmal Menschen, denen unverschuldet etwas zugestoßen war, denen man Mitleid entgegenbrachte und Unterstützung anbot. Inzwischen ist "Du Opfer" ein Schimpfwort. Es drückt Verachtung aus. Und Mitschuld. Warum das im Zusammenhang mit Terrorismus wichtig ist? Weil es eine Erklärung liefert für die Logik des "Genug ist nicht genug", nach der immer neue Sicherheitsgesetze gemacht, immer neue Überwachungsmöglichkeiten ersonnen werden.
Wir leben in einer Gesellschaft, in der Kontrolle und Durchsetzungsfähigkeit als Werte gelten. An ihnen messen sich Erfolg und empfundenes Glück. Wer die Kontrolle verliert, ist ein "Looser", ist einer, der sein Leben nicht im Griff hat, einer, den wir bedenkenlos zurücklassen. Denn gleichzeitig ist er Symbol unserer Angst, selbst einmal die Kontrolle zu verlieren. Dominanzgesellschaft nennen Sozialpsychologen das Phänomen. Die aktuelle Politik der Inneren Sicherheit ist Teil dessen.
Wenn nicht das gesamte Instrumentarium ausgeschöpft wird, könnte sich die organisierte Kriminalität so ausbreiten, dass die Demokratie gefährdet ist", sagte der CSU-Politiker Günther Beckstein schon 1998. Der Anspruch dahinter ist der absoluter Kontrolle, keine Handbreit Boden darf aufgegeben, keine Unsicherheit zugelassen werden.
Dabei geht es nicht wirklich um mehr Sicherheit. Die Attentäter des 11. September nutzten Teppichmesser, um die Flugzeuge in ihre Gewalt zu bekommen. ⇒⇒⇒ mehr Infos
Pressefreiheit; Staatsrecht auf Überwachung
Sonntag 21.12.2008 03.30 Uhr
Das BKA-Gesetz bedroht die Freiheit der Presse
Einbruch in die Vertrauenssphäre: Das BKA-Gesetz schafft schränkt den Schutz für Journalisten, Anwälte und Ärzte ein.
Vor die Wahl zwischen einer funktionierenden Regierung oder einer guten Zeitung gestellt, würde er die Zeitung allemal vorziehen – so wird eines der schönsten Bekenntnisse zur Pressefreiheit überliefert. Es stammt vom Autor der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung, Thomas Jefferson.
Die Abgeordneten der Großen Koalition sehen das umgekehrt. Sich selbst haben sie zwar in ihrem Gesetz über das Bundeskriminalamt vor einer präventiven Überwachung geschützt, nicht aber Deutschlands Journalisten. Das sogenannte BKA-Gesetz soll der Abwehr des internationalen Terrorismus dienen. Zuerst einmal dient es staatlichem Machtzuwachs, dem Abbau der Pressefreiheit und der Aufblähung der Bundesbehörde. Sie kann nunmehr mittels präventiver Ausforschung von Computern, Handys und Wohnungen geheimdienstliche Funktionen übernehmen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Abgang eines Sturkopfs
Donnerstag 27.11.2008 01.30 Uhr
Wolfgang Clement gibt sein Parteibuch zurück, weil er die Rüge der Bundesschiedskommission nicht akzeptiert. Jetzt werden die Konflikte in der SPD wieder aufflammen.
Die Meldung war dann doch eine Überraschung: Der frühere Bundeswirtschaftsminister und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Wolfgang Clement tritt aus der SPD aus. Die Rüge, die die Bundesschiedskommission der SPD am Montag gegen ihn ausgesprochen hatte, wollte er nicht akzeptieren, auch wenn das Parteigericht den von der Vorinstanz ausgesprochenen Parteiausschluss – erwartungsgemäß – zurücknahm.
Nein, Clement wollte einen Freispruch erster Klasse, die Einstellung des Verfahrens. So hatte er noch vor der Sitzung der Kommission per Zeitungsinterview hinausposaunt – eine Provokation nicht nur für seine innerparteilichen Gegner, sondern auch für die Juristen in der Schiedskommission, die immerhin nach der Parteisatzung unabhängig zu entscheiden haben. ⇒⇒⇒ mehr Infos
Hans-Peter Keitel kritisiert "Heuschrecken"
Donnerstag 27.11.2008 01.30 Uhr
Das "dreimalige Verkaufen von Unternehmen" sei "keine Wertschöpfung" - das lerne man jetzt, sagte der künftige Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie der ZEIT
Der frühere BDI-Präsident Hans-Olaf Henkel, der das Amt von 1995 bis 2000 ausgeübt hatte und dem noch amtierenden Präsidenten Jürgen Thumann bekanntermaßen kritisch gegenübersteht, begrüßte die Wahl des Baumanagers Keitel zum wichtigsten Repräsentanten der deutschen Industrie. ⇒⇒⇒ mehr Infos
Digitaler Ausweis, das Ende der Anonymität
Dienstag 07.11.2008 21.30 Uhr
Der elektronische Personalausweis kommt. Technisch funktioniert er. Seine Auswirkungen auf die Bürger aber könnten verheerend sein
Der elektronische Personalausweis könnte das Ende der Anonymität im Internet sein. Bietet er doch Netzanbietern einen leichten Weg, Identifizierungen einzuführen
Der Bundestag hat gerade den Gesetzentwurf zum neuen elektronischen Personalausweis (ePA) veröffentlicht. In der kommenden Woche soll er im Parlament diskutiert werden, und es sieht ganz so aus, als gebe es innerhalb der Regierungskoalition keine strittigen Punkte mehr. Die Opposition ist – aus verschiedenen Gründen – geschlossen dagegen, doch wird sie kaum noch Änderungen durchsetzen können. Schade eigentlich.
⇒⇒⇒mehr Infos
Freiheitskampf im Netz
Dienstag 07.11.2008 21.30 Uhr
Der Streit um die Onlinedurchsuchung zeigt: Die Kommunikationsgesellschaft ist nicht nur für Polizei und Staat eine Herausforderung. Sondern auch für die Demokratie. Ein Kommentar
Es geht bei der Onlinedurchsuchung nicht darum, ein wirksames Instrument für Strafermittler zu schaffen. Das ist nach der Einigung von Innenminister Wolfgang Schäuble und Justizministerin Brigitte Zypries nun offensichtlich. Es geht um Abschreckung. Und es geht auf der anderen Seite darum, dass die demokratische Gesellschaft sich ihre Freiheiten und Rechte im Zeitalter des Internets neu erkämpfen muss.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Online-Durchsuchung, Vertraulichkeit geht vor
Dienstag 07.11.2008 21.30 Uhr
Das Bundesverfassungsgericht hat die bisherige Praxis der Onlinedurchsuchung gekippt und ein neues Grundrecht geschaffen. Kritiker sehen darin einen Sieg. Wolfgang Schäuble auch
Das Bundesverfassungsgericht hat Onlinedurchsuchungen an strenge Auflagen geknüpft. Das heimliche Ausspähen der Computerfestplatte ist nur zulässig, "wenn tatsächliche Anhaltspunkte einer konkreten Gefahr für ein überragend wichtiges Rechtsgut bestehen", heißt es in dem am Mittwoch verkündeten Urteil . Denn Computer seien in Bezug auf Menschenwürde und Entfaltung der Persönlichkeit inzwischen ein "elementarer Lebensraum", in den der Staat nur unter besonderen Voraussetzungen eingreifen dürfe.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Wo ist das ganze Geld geblieben?
Dienstag 28.10.2008 20.00 Uhr
Im Crash verschwanden Milliarden. Wohin? Und wo stecken die riesigen Summen, die Notenbanken und Regierungen zur Nothilfe aufbringen? Eine Erklärung in Grafiken
Wir begeben uns zurück auf Los: Am amerikanischen Immobilienmarkt fing alles an. Banken und andere Finanzinstitute gaben Kredite an hoffnungsvolle Häuslebauer oder -käufer, die sich das eigentlich gar nicht leisten konnten. Zunächst schienen alle davon zu profitieren, die glücklichen Besitzer der Immobilie ebenso wie die Maurer und anderen Handwerker, die am Bau oder der Renovierung verdienten. Die Banker und Makler sowieso, denn sie kassierten Provisionen und Zinsen. Diese und die Tilgung wiederum finanzierten viele stolze Hausbesitzer durch Anschlusskredite - kein Problem, als Sicherheit konnten sie ja ihr Gebäude vorweisen. Und dessen Wert stieg ständig. ⇒⇒⇒ mehr Infos
Düstere Prognose
Finanzkrise kostet fast drei Billionen Dollar
Dienstag 28.10.2008 20.00 Uhr
Die britische Notenbank rechnet wegen der Finanzkrise weltweit mit Verlusten von rund 2,8 Billionen Dollar. Das sind 2,2 Billionen Euro. Die Prognose der britischen Währungshüter ist damit noch düsterer als die des Internationalen Währungsfonds. Und laut Notenbank-Vize John Gieve ist ein Ende der Krise noch nicht absehbar.
Die britische Notenbank rechnet mit umgerechnet 2,2 Billionen Euro Verlusten weltweit durch die Finanzkrise. Das geht aus dem in London veröffentlichten Finanzstabilitätsbericht der Bank of England hervor. Darin schätzen die britischen Währungshüter das Ausmaß der Verluste auf 2,8 Billionen US-Dollar. Der IWF hatte im Oktober Verluste in der Finanzbranche im globalen Maßstab von 1,4 Billionen Dollar vorhergesagt. Seitdem hat sich die Lage an den Aktien- und Devisenmärkten nochmals dramatisch zugespitzt. ⇒⇒⇒ mehr Infos
500 MILLIARDEN EURO FÜR BANKEN, KEIN WITZ !
DONNERSTAG 16.10.2008 11.45 UHR
WIRD MIT ALLER WAHRSCHEINLICHKEIT MORGEN GESETZ, WER ZAHLT WOHL DIE ZECHE BEKANNTERMAßEN SIND WIR DER STAAT, WENN DIE REGIERUNG UNS AUCH NUR ALS STEUERZAHLER SIEHT, ABER SEI`S
DRUM IN BEIDEN FUNKTIONEN ZAHLEN WIR DIE ZECHE UND WAS PASSIERT MIT DENEN DIE DIE
ZECHE GEPRELLT HABEN, WIE ÜBLICH SO GUT WIE GAR NICHTS.
MEIN VORSCHLAG ALS KURZFRISTIGES SOFORTHILFEROGRAMM DIE REGELSÄTZE DER HARTZ IV EMPFÄNGER SOFORT VERDOPPELN.
DAS SCHAFFT SOFORT EINEN AUFSCHWUNG IN DER BINNENNACHFRAGE, DA DAS EINKOMMEN DER HARTZ IV EMPFÄNGER ZU 100 % IN DEN KONSUM FLIEßT.
HIER EIN KURZER RÜCKBLLICK IN DAS JAHR 2006:
BUNDESVEREINIGUNG DER DEUTSCHEN ARBEITGEBERVERBÄNDE (BDA)
"AUS VERFASSUNGSRECHTLICHEN GRÜNDEN SPRICHT NICHTS GEGEN
EINE SENKUNG DES REGELSATZES". DIE SÄTZE SEIEN BEI DER
EINFÜHRUNG DER GRUNDSICHERUNG FÜR ÄLTERE UND ARBEITSLOSE
PAUSCHAL UM 15 PROZENT ANGEHOBEN WORDEN. ZUDEM GÄLTEN FÜR
ASYLBEWERBER DEUTLICH NIEDRIGERE SÄTZE (225 EURO PLUS
UNTERKUNFT, HEIZUNG UND HAUSRAT), OBWOHL AUCH DIESEN DAS
SOZIOKULTURELLE EXISTENZMINIMUM GARANTIERT SEI.
"WENN ES ALSO NUR DARUM GEHT, WIEVIEL GELD DER STAAT AUS
VERFASSUNGSRECHTLICHEN GRÜNDEN BEREITSTELLEN MUß, DANN
KÖNNTEN DIE SÄTZE AUF JEDEN FALL GESENKT WERDEN", SAGT
GUNKEL.
DIES WÄRE "UNTER ANREIZGESICHTSPUNKTEN AUCH SINNVOLL, UM
DIE BESCHÄFTIGUNG IM NIEDRIGLOHNBEREICH ZU ERHÖHEN".
SO A. GUNKEL, BDA GEGENÜBER DER FAZ VOM 13.3.06
DEUTSCHE INDUSTRIE UND HANDELSKAMMERTAG(DIHK)
„ERST ARBEITEN, DANN TRANSFER“.
SO DIE FORMEL VOM DIHK. "ES SEI ERST ZU FRAGEN, WIEVIEL DER
EINZELNE DURCH ERWERBSTÄTIGKEIT ZU SEINEM LEBENSUNTERHALT
SELBST BEISTEUERN KANN". ES MUSS SELBSTVERSTÄNDLICH UND
ZUMUTBAR WERDEN, JOBS ZU STUNDENLÖHNEN VON ZUM BEISPIEL 3
ODER 4 EURO ANZUNEHMEN.
JEDER ERWERBSTÄTIGE HILFEEMPFÄNGER MUß IN DIE PFLICHT
GENOMMEN WERDEN, DIE BELASTUNG DER STEUERZAHLERGEMEINSCHAFT
SO GERING WIE MÖGLICH ZU HALTEN - AUCH DURCH DIE
ANNAHME NIEDRIG ENTLOHNTER TÄTIGKEITEN,
SO DIHK IN IHREM PAPIER "MEHR CHANCEN AM ARBEITSMARKT"
VOM JANUAR 06
DAZU BITTE AUCH DIE BEIDEN ARTIKEL UNTERHALB LESEN !
OB DIESE HERREN (hier und aus Capital) HEUTE AUCH NOCH SO DENKEN!?
W.K.
CAPITAL vom 25.10.2006
Donnerstag 16.10.2008 23.45 Uhr
Die Heftigkeit dieser Diskussion hat einen wesentlichen Grund: Hartz-IV-Empfänger wie millionenschwere Privatiers, beide kassieren Geld, ohne dafür arbeiten zu müssen. Und das ist für den arbeitsamen Durchschnittsdeutschen schwer erträglich, ja es löst bei vielen Bürgern regelrecht Hassgefühle aus.
Dieses pauschale Verdammen von arbeitslosem Einkommen verstellt freilich die Sicht auf die ökonomischen Realitäten und ist ein gewaltiges Hemmnis für die Sicherung und Steigerung des Wohlstandes. Denn es verhindert zu unterscheiden, dass in einem Fall das Kapital gesellschaftspolitisch vernünftig eingesetzt wird und im anderen Falle - horribile dictu - eben nicht.
Bei Lichte besehen stellen die Hartz-IV-Empfänger die größte Gruppe der Kapitalisten in Deutschland. Das zeigt ein Blick auf eine Familie mit zwei Kindern, die von Arbeitslosengeld II lebt und damit pro Jahr durchschnittlich 21600 Euro bezieht. Wer dieses Einkommen (vor Steuern) auf dem Finanzmarkt erzielen möchte, braucht mindestens 540000 Euro Kapital, wenn man eine realistische Rendite von vier Prozent zugrunde legt.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Das Kapital der Unterschicht
Donnerstag 16.10.2008 23.45 Uhr
Ich habe ja schon viel Unsinn gelesen, aber dieser Artikel übertrifft alles. Aber was kann man schon von einem Blättchen verlangen, das sich bei den armen Leuten einschmeicheln muss, die mühselig ihr Geld horten, um so viel wie ein Hartz IV-Empfänger zu bekommen.
Eigentlich sollte man solche Berichte kopfschüttelnd ignorieren, aber dieser Schwachsinn ärgert mich einfach.
Rücken wir deshalb einfach mal die Dinge ins rechte Licht.
Beginnen wir mit der größten Zahl, dem angeblich von den Hartz IV-Empfängern gebundenen Kapital von 1.080 Milliarden €. Eigentlich sollte eine Zeitschrift, die sich mit der Frage des Kapitals befasst, den Unterschied zwischen gebundenem und in Umlauf befindlichem Kapital kennen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Verkappte Verteuerung – (Beitrag des ADAC im Januarheft 2008)
Dienstag 27.04.2008 15.00 Uhr
Für diejenigen, die nicht wissen worum es geht hier ein Ausschnitt.
Der Zwang zum teuren SUPER PLUS (Motorwelt 12/7) für viele Autobesitzer rückt näher: Noch im Januar möchte die Bundesregierung eine baldige Anhebung der Biosprit-Anteile im Ottokraftstoff auf zehn Volumenprozent beschließen. Das hat Folgen. Bisher sind die meisten Pkw nur für Kraftstoff mit maximal fünf Prozent Bio-Ethanol (E 5) freigegeben. Millionen von Autofahrern sind deshalb schon in wenigen Monaten in der Klemme: Entweder hat der Hersteller ihres Autos bis dahin eine Freigabe für den neuen Treibstoff (E 10) erteilt, oder sie müssen zu SUPER PLUS greifen. Denn der teuere Edelsprit soll als einzige Sorte mit fünfprozentigem Bio-Anteil angeboten werden. Das bedeutet: Für viele Pkw Eigner werden sich die Kraftstoffausgaben schlagartig erhöhen.“ (soweit der Artikel des ADAC)
Industrie und Autofahrer werden abgezockt. Grund – nicht nur die Industrie hebt den Spritpreis an, sondern die Abgeordneten der Bundesregierung tragen ihr Scherflein dazu bei. Die Preistreiberei wird von der jetzigen Regierung befürwortet. Sie verteidigen die Natur und verwünschen die globale Erwärmung, vergessen aber das Volk in ihren Maßnahmen. Sie fragen nicht danach – wie geht es Euch und wie können wir das angehen? Nein sie bestimmen einfach und fragen nicht nach dem Volk ⇒⇒⇒ mehr Infos
Der Nachteil des Guten - Umwelt-Risiko Bio-Treibstoff?
Sonntag 27.04.2008 17.00 Uhr
Raps und Mais gelten als die klimafreundlichen Energielieferanten der Zukunft. Doch Experten warnen vor den Folgen eines exzessives Anbaus von Monokulturen.
Gelb-leuchtende Rapsäcker, sattgrüne Maisfelder - viele Menschen sehen darin den Anfang einer Energiewende. Biogas und Biokraftstoffe, die sich aus den in vielen Ländern der Erde inzwischen geförderten Energiepflanzen erzeugen lassen, sollen die Stromerzeugung und den Verkehr umweltfreundlicher machen.
Weil sie beim Wachsen das Treibhausgas Kohlendioxid gebunden haben, das erst beim Verbrennen wieder frei wird, können sie Energie fast klimaneutral bereitstellen. In Deutschland fördert das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) den Anbau seit 2004. Seither boomt das Geschäft: Allein im Jahr 2006 wurden in Deutschland rund 1000 Anlagen gebaut, die Pflanzenmasse zu Gas vergären und in Strom verwandeln.
Biomasse als zweischneidiges Schwert
Doch allmälich regt sich bei ebenso umweltbewussten Fachleuten Kritik: Der Anbau von Biomasse sei ein zweischneidiges Schwert. Soeben haben auch die Vereinten Nationen einen Report vorgelegt, der vor den Folgen warnt, große Mengen Treibstoff aus Energiepflanzen zu erzeugen. Den Vorteilen stünden auch Nachteile gegenüber.
⇒⇒⇒
mehr Infos
Ein wunderbares Beispiel für das Demokratieverstänis eines Politikers (Martenstein wütend)
Sonntag 27.04.2008 15.00 Uhr
Sehen Sie sich das Video selbst an !
Mehr kann man dazu nicht mehr sagen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Gerechtigkeit und Justiz
Sonntag 27.04.2008 15.00 Uhr
Was ist Gerecht?
In der Wiedergabe einiger Wörterbücher wird es wie folgt definiert. „Zitat eines Deutschen Wörterbuches“
Gerechtigkeit
– Haltung, Entscheidung gemäß der bestehenden Gesetze bzw. entsprechend dem allgemeinen Rechtsempfinden.
- Etw., was als gebührend erachtet wird. „Zitat Ende“
Gerechtigkeit ist eine Empfindung und jeder empfindet sie anders. Ein Fanatiker pocht immer wieder auf sein Recht, wie er es empfindet und das Gesetz auslegt.
Das Gerechtigkeitsempfinden ändert sich mit der Zeit. Es geht mit der Zeit mit. Auch die Gesetze. Manch ein Gesetz ist veraltet und gilt heute wie vor zig Jahren.
Die Justiz soll das Gesetz anwenden. Sie halten sich aber nicht immer an die Gesetze sondern gehen mehr und mehr nach den Auslegungen. Palandt wird gern und oft zitiert. Auch andere Auslegungen werden gerne zitiert, wenn sie gerade passen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Moderne Sklaven oder…?
Donnerstag 13.12.2007 00.00 Uhr
Eigentlich hat die Sklaverei vergangener Zeiten doch wieder Einzug bei uns gehalten, aber nicht mit einem Paukenschlag, sondern leise und schleichend, quasi durch die Hintertür. Ich möchte es die moderne Sklaverei nennen.
Vergleichen wir das Arbeitsverhältnis einmal mit den Jahrhunderten um 1600 und früher. Es wurde zu dieser Zeit noch von Leibeigenen gesprochen. Das Wort - Sklaven - wurde im Zusammenhang mit Amerika häufiger verwendet.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Freiheit, die ich meine
Sonntag 16.12.2007 23.45 Uhr
15. Dezember 2007 Zurzeit leben etwa fünfzehn Millionen Menschen mit einem anderen als dem deutschen kulturellen Hindergrund in Deutschland, darunter etwa drei Millionen Muslime und von ihnen etwa 2,4 Millionen Menschen türkischer Herkunft.
Arbeitsmigration war ein Prozess, der beiden Seiten, der deutschen Wirtschaft und den Migranten, Vorteile brachte, wenn auch die Bedingungen kompliziert waren und die Belastungen ungleich verteilt. Linke und grüne Politik sah und sieht die gewollte Zuwanderung unter anderem immer noch als Mittel der globalen sozialen Umverteilung.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Washington distanziert sich vom Bali-Beschluss
Sonntag 16.12.2007 23.45 Uhr
16. Dezember 2007 Ungeachtet der Zustimmung der amerikanischen Delegation zu den Beschlüssen der Weltklimakonferenz hat sich die Regierung in Washington unzufrieden mit dem vereinbarten Kompromiss gezeigt.
Die Übereinkunft berücksichtige nicht ausreichend die Rolle der Entwicklungsländer, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Dana Perino, am Samstag. Die Vereinigten Staaten hätten diesbezüglich „ernsthafte Bedenken“.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Brennendes Eis vom Ozeangrund
Sonntag 16.12.2007 23.45 Uhr
Vor China und Indien lagern gigantische Mengen Methan – mit dem Stoff ließe sich mehr Energie erzeugen als mit Kohle, Gas und Erdöl zusammen.
Deutsche Forscher wollen den Schatz heben. Aber das Projekt birgt enorme Risiken: Wenn der Meeresboden ins Rutschen kommt, besteht Tsunami-Gefahr.
Foto: paBrennendes Methanhydrat: Eine größere Energiereserve als Kohle, Gas und Erdöl zusammen
⇒⇒⇒ mehr Infos
Schülerwissen
Sonntag 16.12.2007 23.45 Uhr
Amerika hat die Mauer gebaut, Kohl ist ein Ossi
18 Jahre nach der Wende haben viele Schüler ein völlig falsches Bild von der DDR.
Laut einer Studie verteidigen ostdeutsche Jugendliche die DDR, während Gleichaltrige im Westen den SED-Staat kritischer sehen. Eklatante Bildungslücken gibt es auf beiden Seiten.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Vergesst Amerika !
Freitag 16.12.2007 23.00 Uhr
Bitte VIDEOCLIP ansehen. Auf "mehr Infos" drücken !
⇒⇒⇒ mehr Infos
Moralisch abwärts im Aufschwung
Freitag 14.12.2007 18.00 Uhr
Nützlichkeit und Effizienz - dieses Denken ist weit verbreitet und bedroht den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ein Forschungsbericht
Seit sechs Jahren erkunden der Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer und seine Mitstreiter »Deutsche Zustände«. Im Mittelpunkt stehen Fragen nach der Einstellung der Deutschen gegenüber schwachen Gruppen – Fremden, Obdachlosen oder Langzeitarbeitslosen. In der ZEIT präsentiert der Bielefelder Professor die Ergebnisse der Langzeitstudie
⇒⇒⇒ mehr Infos
Branche für Branche
Freitag 14.12.2007 18.00 Uhr
Die SPD jubelt, die CDU ist entsetzt: Nach den Postzustellern fordern weitere Branchen eine Lohnuntergrenze. Sie könnten sie schon bald bekommen.
Mit dem Bauhauptgewerbe fing alles an. Als die Bundesregierung unter Helmut Kohl vor elf Jahren den Tarifvertrag für die Branche über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz als ersten für allgemeinverbindlich erklärte, ging es vor allem darum, die etwa 700.000 deutschen Bauarbeiter vor Lohndumping aus dem Ausland zu schützen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Erdöl als Waffe
Donnerstag 13.12.2007 17.00 Uhr
Iran, Venezuela und Russland setzen ihren Reichtum an Öl und Gas gerne als politisches Druckmittel ein - im Gegensatz zu den arabischen Staaten. Das war nicht immer so.
Im Jahr 2007 hat das Wort „Rohstoffmacht“ eine neue Bedeutung bekommen, denn in diesem Herbst streifte der Ölpreis erstmals die Rekordmarke von 100 Dollar pro Barrel. Die Welt zerfällt in Länder, die Öl und Gas zu hohen Preisen verkaufen – und jene, die es kaufen müssen. Eine gigantische Umverteilung von Reichtum und Macht ist im Gange.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Langzeitstudie: Arbeitslose sind die neuen Ausländer
Donnerstag 13.12.2007 00.00 Uhr
Eine in Berlin vorgestellte Studie zeigt: Die Deutschen sind 2007 weniger fremden- und frauenfeindlich als zuvor, die Beurteilung von Homosexuellen habe sich ebenfalls positiv verändert.
Die Verlierer: Arme, Obdachlose und alle anderen, die nicht als "nützlich" wahrgenommen werden.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Der Gipfel hat ein Nachspiel vor Gericht
Donnerstag 28.06.2007 14.00 Uhr
Drei Wochen nach dem G8-Gipfel von Heiligendamm müssen sich Polizei und Bundeswehr auf ein gerichtliches Nachspiel gefasst machen. Bei einem Treffen von rund 150 Augenzeugen kündigten Globalisierungs-Kritiker am späten Dienstag "eine Reihe von Klagen" an. Der grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele sagte der FR, es sei inzwischen klar, dass die Sicherheitskräfte "erheblich zur Eskalation beigetragen haben".
Die G8-Gegner sind mittlerweile überzeugt davon, dass etliche Zivilpolizisten die Stimmung vor Ort bewusst angeheizt haben. Zeugen berichteten, dass sich allein während einer Blockade in Bad Doberan vier schwarz vermummte Beamte unter die Menge gemischt hätten.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Sachsens Innenminister unter wachsendem Druck
Donnerstag 28.06.2007 14.00 Uhr
Dresden (dpa) - Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo (CDU) gerät wegen neuer Pannen bei der Aufklärung der Korruptionsaffäre weiter unter Druck. Im ihm unterstehenden Landesamt für Verfassungsschutz sind mehr Unterlagen zur Affäre vernichtet worden, als die Behörde bislang eingeräumt hatte.
Das teilte die Parlamentarische Kontrollkommission am Mittwochabend nach einer fünfeinhalb Stunden dauernden Sondersitzung mit. Buttolo, der an der Sitzung teilgenommen hatte, äußerte sich selbst nicht zu Details. Er wolle zunächst einen "Missstands"-Bericht des neuen Verfassungsschutz-Präsidenten abwarten, ließ der Minister noch während der Sitzung erklären.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Tausende noch immer als Hexen verfolgt
Donnerstag 28.06.2007 14.00 Uhr
Der Hexenhammer kommt in Europa schon lange nicht mehr zum Einsatz. Doch in anderen Regionen werden heute noch Menschen wegen angeblicher Hexerei verfolgt und getötet.
Hexenverfolgungen gibt es in Europa und den USA schon seit Hunderten von Jahren nicht mehr. Doch in anderen Regionen der Welt gehören sie noch lange nicht der Vergangenheit an.
Vor allem in Afrika, Mexiko, Indien, Indonesien und Malaysia würden auch heute noch Menschen als angebliche Hexer verfolgt, sagt Rune Blix Hagen. Hagen ist einer der Organisatoren eines Kongresses in der norwegischen Stadt Vardoe zum Thema Hexenjagd. Dort befassen sich seit heute rund 60 internationale Experten mit dem Phänomen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Sterben wofûr?
Freitag 25.05.2007 18.00 Uhr
Die Politik diskutiert nicht erst seit dem Anschlag in Afghanistan ûber ein Ehrenmal fùr bei Einsätzen getòtete Bundeswehrsoldaten. Offen ist, was draufstehen soll.
Eine Frage bringt sie alle zum Verstummen, die Abgeordneten, die Ministerialen und die Generale: Wie soll ihrer Meinung nach die Inschrift lauten auf dem geplanten Ehrenmal fûr die getòteten Soldaten der Bundeswehr? Schwierig, schwierig, sagen sie und wiegen die Kòpfe. Vielleicht, meint eine Parlamentarierin, vielleicht ginge so etwas wie: »Sie liessen ihr Leben fûr Frieden, Freiheit und Demokratie.« Um sogleich zurûckzufragen: »Oder?«
⇒⇒⇒ mehr Infos
Bundesanwaltschaft: Nur ein Brief wurde geòffnet
Freitag 25.05.2007 18.00 Uhr
Die Bundesanwaltschaft hat die Kontrolle von Briefsendungen durch den Staatsschutz des Hamburger Landeskriminalamtes im Vorfeld des G8-Gipfels gerechtfertigt. Die Kontrollen hätten im Zusammenhang mit einem Ermittlungsverfahren zur Aufklärung mehrerer Brandanschläge im Raum Hamburg gestanden.
Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe eine "rÄumlich beschränkte Postbeschlagnahme" in einem Briefzentrum im Hamburger Stadtteil Altona angeordnet, teilte die Karlsruher Behòrde in einer Erklärung mit. Ziel dieser Massnahme waren demnach Briefe, "deren äusseres Erscheinungsbild aufgrund der bisherigen Erkenntnisse darauf schliessen liess, dass es sich bei ihrem Inhalt um Selbstbezichtigungsschreiben handeln kònnte".
⇒⇒⇒ mehr Infos
Das Märchen vom gerechten Staat !
Montag 21.05.2007 00.00 Uhr
Durch die Subventionsmentalität der jetzigen sowie der vergangenen Regierungen: Siehe dazu auch die Kurzbeschreibung der heutigen Sendung der ARD "Das Märchen vom gerechten Staat"
⇒⇒⇒ mehr Infos ist kaum noch Geld für die Grundlagenforschung übrig. Ein Beispiel: Die Japaner, die übrigens 8 mal mehr dafür ausgeben als wir, betreiben z. B. Grundlagenforschung auf dem Energiesektor mit dem Projekt OTEC das im nachfolgenden Artikel wiedergegeben wird.
W.K.
OTEC
Abkürzung für Ocean thermal energy conversion, thermische Kraftwerke, die sich das Temperaturgefälle zwischen Oberflächen- und Tiefenwasser für die Stromgewinnung über eine Dampfturbine zunutze machen. Das Betriebsmittel zur Dampferzeugung muss einen Siedepunkt bei etwa 10-15oC besitzen, dafür kommt zum Beispiel Ammoniak (NH3) in Frage. Der Aufbau eines solchen Kraftwerkes ist in der folgenden Zeichnung dargestellt:
⇒⇒⇒ mehr Infos
Wegsperren in die Psychiatrie -Die Zwangseinweisung alter Menschen
Montag 21.05.2007 00.00 Uhr
Ingrid Scholz ist 69 Jahre alt. Sechs Jahre lang bestimmten rechtliche Betreuer über ihr Leben. Begründung: Ihre psychische Erkrankung.
Erst seit April dieses Jahres darf sie laut Gericht über sich selbst bestimmen. Bis heute leidet sie unter den Nebenwirkungen von Psychopharmaka. Immer wieder wurde sie mit Polizeigewalt in die Psychiatrie zwangseingewiesen
⇒⇒⇒ mehr Infos
Adventsstimmung, Peter Hartz vor Gericht.
Donnerstag 18.01.2007 22.00 Uhr
Das Spannendste in dem Gerichtsprozess gegen Peter Hartz wird nicht das Urteil sein. Im schlimmsten Fall drohen dem füüheren VW-Personalvorstand eine zweijährige Bewährungsstrafe und 300.000 Euro Geldstrafe, das steht schon fest. Vieles steht schon fest, seitdem sich die Braunschweiger Staatsanwälte mit dem Angeschuldigten und seinem Saarbrücker Verteidiger Egon Müller im Vorfeld der Gerichtsverhandlung auf einen Deal geeinigt hatten, den Müller beim Auftakt des Prozesses totzureden versuchte. Das war, kurz bevor er mit der dunklen Stimme des erprobten Seriositätserzeugers zu einer hörenswerten Vorlesung über Schuld und Mitbestimmung anhob.
„ Es gab keinerlei Druck von irgendeiner Seite“, sagte der Verteidiger vor der 6. Strafkammer des Landgerichts Braunschweig und zielte damit auf Äußerungen der Oberstaatsanwältin Hildegard Wolff, die in der ZEIT überraschend offenherzig die genauen Umstände ihres Deals mit Hartz geschildert hatte. "Wir lassen keine Prostituierten
aufmarschieren", hatte die Anklägerin vor der Verhandlung der ZEIT gesagt, „und im Gegenzug“ werde Hartz sein Geständnis über Sonderbonuszahlungen an den früheren Duzfreund, den ehemaligen VW-Betriebsratschef Klaus Volkert, genau ausführen. Dass Hartz sich tatsächlich an diese Abmachung hielt und ein umfassendes Geständnis ablegte, konnte niemanden mehr erstaunen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Goldfinger im Kanzleramt
Donnerstag 18.01.2007 22.00 Uhr
Der eiserne Medienkanzler
18. Januar 2007
Es gab Momente in der Kanzlerschaft von Gerhard Schröder, da dachte man: Donnerwetter - die schnellen Autos, die Zigarren, die vielen Frauen, diese Entschlossenheit, gegen das Böse zu kämpfen, ob es nun in Gestalt der großen Elbflut oder amerikanischer Massenvernichtungswaffenerfinder daherkommt; der Mann hat seinen Beruf verfehlt, der hätte einen viel besseren James Bond abgegeben als der damals amtierende Pierce Brosnan.
Jetzt ist das offizielle Porträt da, das der schwerkranke Jörg Immendorff mit Hilfe seiner Assistenten für die Galerie des Bundeskanzleramts gemalt hat, und Schröder erinnert darauf sehr deutlich an eine Figur aus dem Bond-Film „Goldfinger“, allerdings nicht an James Bond selbst, sondern an das Bond-Girl Jill Masterson, das von den Bösewichten komplett vergoldet und damit umgebracht wurde. Es ist ein sehr eigenwilliges Porträt.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Wir könnten die Alten locker versorgen"
Donnerstag 18.01.2007 22.00 Uhr
Frankfurter Rundschau: Das ZDF konfrontiert uns derzeit mit einem schreckliches Zukunftsbild. Wie wirkt das auf Sie?
Gerd Bosbach: Das ist komponiert nach dem Song: Spiel mir das Lied vom Tod.
Aber die Prognosen sagen doch: Wir sitzen in der Greisenfalle.
Das ist aber falsch. In den vergangenen hundert Jahren sind wir im Schnitt 30 Jahre älter geworden, aber die Gesellschaft nicht ärmer, sondern reicher. Bis 2050 sollen wir nach verschiedenen Schätzungen sechs bis neun Jahre älter werden. Und das soll jetzt plötzlich ein Problem sein?
Ist das alles also nur an den Haaren herbeigezogen?
Ja, weil diese Horrorszenarien das Alter willkürlich definieren. 1950 war ein 65-Jähriger schon ein Greis, heute sagt man das frühesten von einem 75-Jährigen. Das ist auch medizinisch belegt. Die Physis eines heute 60-Jährigen entspricht der Physis eines 50-Jährigen von vor 30 Jahren.
Ist es typisch deutsch, dass wir voller Panik in die Zukunft blicken?
Welchen Sinn hat das?
Horrorszenarien sind immer eindimensional. Sie machen uns vor, dass es stets nur einen Grund für eine Entwicklung gibt. Das ist Verdummung. Die Welt ist so vielfältig.
Nun haben die großen Panikattacken auch heilsame Effekt gehabt: Wir sind gegen Atomwaffen auf die Straße gegangen und trennen heute unseren Müll. Was müssen wir dieses Mal tun?
⇒⇒⇒ mehr Infos
Kurnaz-Anwalt erhebt Vorwürfe gegen Schröder-Regierung
Donnerstag 18.01.2007 22.00 Uhr
Der Anwalt des ehemaligen Guantánamo-Häftlings Murat Kurnaz, Bernhard Docke, hat schwere Vorwürfe gegen die frühere rot-grüne Bundesregierung erhoben. Das Auswärtige Amt habe den Fall nur verwaltet, zugeschaut, abgewartet und nicht agiert.
Berlin (dpa) - Das sagte Docke am Donnerstag bei seiner Vernehmung im BND-Untersuchungsausschuss. Auch Kurnaz soll im Laufe des Tages vor dem Gremium aussagen. Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) habe seine Bitte um Hilfe im Februar 2002 in einem Schreiben beantwortet und erklärt, dass wegen der türkischen Staatsbürgerschaft von Kurnaz deutsche Hilfe nur eingeschränkt möglich sei.
Docke forderte den Untersuchungsausschuss dringend auf, den Vorwurf zu klären, die Bundesregierung habe 2002 ein Angebot der USA auf Überstellung von Kurnaz nach Deutschland abgelehnt. Es müsse geklärt werden, ob die anschließend noch vier Jahre dauernde Haft unter Folter und Misshandlung in Guantánamo auch auf deutsches Verhalten zurückzuführen sei. Der Bremer Rechtsanwalt würdigte ausdrücklich das Engagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie habe den Fall am 13. Januar 2006 bei ihrem Gespräch mit US- Präsident George W. Bush angesprochen.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Abschied vom Alten
Donnerstag 18.01.2007 22.00 Uhr
Allein die Anzahl der Fehler, die Stoiber seit der Bundestagswahl 2005 gemacht hat, hätte ihm zeigen müssen, dass es Zeit gewesen wäre, 2008 aufzuhören. Nun wurde er vorzeitig zur Einsicht gezwungen.
Von Kurt Kister
Es ist verwunderlich, dass eine Partei mit einem so hohen Hysterie-Potential, wie es die CSU gerade an den Tag legt, das Land Bayern dann doch wieder so lange relativ gut regiert hat. Edmund Stoiber, Ministerpräsident auf Abruf, hat einen erheblichen Anteil an beidem, sowohl an der guten Staatsregierung als auch am Hysterie-Potential. Seit Wochen erlebt der interessierte Beobachter, wie Landrätinnen, Abgeordnete, Staatsminister und vorneweg der Vorsitzende ihrer eigenen Partei immer wieder Messer in die Brust rennen und dabei rufen: ,,Tut gar nicht weh! Tut gar nicht weh!‘‘
Es ist schon wieder bewundernswert, wie sehr Stoiber, Glück, Hermann, Beckstein, Huber, Pauli etc. binnen weniger Wochen das Ansehen der Partei beschädigen konnten. Die SPD, die in Bayern aus spezifischen Gründen zwischen Minderheit und Splitterpartei dümpelt, hätte das jedenfalls so nie geschafft.
Nun also wird Stoiber am 30. September sowohl sein Staats- als auch sein Parteiamt niederlegen. Dies ist nötig geworden, weil den Handelnden und mehr noch den Schwätzenden jede Kontrolle entglitten ist. Es begann mit Stoibers selbstherrlichem Entschluss, 2008 noch einmal antreten zu wollen. Kritik daran wurde als lächerlich oder als Verrat empfunden.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Big Brother ist wirklich ein Brite
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
Das Mutterland der Demokratie verwandelt sich in den rabiatesten Überwachungsstaat der westlichen Welt. Die Regierung Blair ist stolz darauf.
Von Videokameras wachen über das Zentrum Londons. Die Zahl der Kameras, die auf die Bürger gerichtet sind, wird offiziell auf mehr als vier Millionen geschätzt
Wer mit dem Zug in die nordostenglische Hafenstadt Middlesbrough fahren will, muss in Darlington in einen Triebwagen umsteigen – eine archaische Eisenbahn, wie man sie sonst nur noch in der Ostslowakei oder im tiefsten Rumänien findet. Die Unebenheiten der Gleise schlagen direkt auf die Wirbelsäule durch, die Scheiben sind atembeschlagen, das Abteil ist schwach von vergilbten Deckenlampen beleuchtet. Husten, Rotzhochziehen, Kindergeschrei. Arme-Leute-Land. Das Wirtschaftswunder der Ära Blair scheint diesen Landesteil nicht einmal gestreift zu haben.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Kompromiss mit Macken
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
Mit der Pflicht zur Versicherung hat der Streit um die Gesundheitsreform am Ende ein positives Nebenprodukt hervorgebracht. An den grundlegenden Mängeln ändert sich aber nichts.
Es war mal wieder eine lange Nacht für die Gesundheitsexperten der Großen Koalition. Doch als sie nach 13-stündigen Verhandlungen am frühen Freitagmorgen auseinander gingen, waren sie ziemlich erleichtert. Das schwierigste und umstrittenste Reformprojekt von Schwarz-Rot, das das Regierungsbündnis mehrfach an den Rand seiner Existenz gebracht hatte, scheint - zumindest formal - gerettet zu sein.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Mutlos, kopflos, ziellos
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
Auch die Grünen gingen in Klausur. Es zeigte sich: Sie haben ihren Platz in der Opposition auch ein gutes Jahr nach dem Abschied von der Macht noch nicht gefunden.
Sollen sie, sollen sie nicht? Die Grünen auf der Suche nach einem neuen Profil
Die Grünen suchen ihr Profil. Kaum eine Woche vergeht derzeit, in der nicht neue Thesenpapiere lanciert werden oder machtpolitische Spekulationen Schlagzeilen machen. Die Flügel schlagen wie in den besten grünen Tagen, neue Strömungen entstehen mit neuen oder aufgewärmten Positionen: Nullemission, grüne Marktwirtschaft, Rückkehr zu den Wurzeln; Werte- und/oder Familienpartei; radikal oder pragmatisch; schwarz-grün, Jamaika oder Ampel? Viel Wind, aber keine Strategie.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Deutsches Getöse
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
Deutschland will viel erreichen in der EU. Doch der Auftakt der Ratspräsidentschaft endete desaströs. Merkel droht, an den eigenen Ansprüchen zu scheitern
Der Autor ist Korrespondent der britischen Tageszeitung "Guardian". Sein Beitrag ist der vierte in einer unregelmäßigen Reihe von Kommentaren, mit denen Korrespondenten europäischer Tageszeitungen auf ZEIT online die EU-Ratspräsidentschaft Deutschlands begleiten werden.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Deutscher Spagat
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
Angela Merkel will sich in ihrer EU-Präsidentschaft um eine gemeinsame europäische Energiepolitik bemühen. Doch Deutschland steht dieser selbst im Wege.
Susanna Bastaroli ist Brüsseler Korrespondentin der österreichischen Zeitung "Die Presse". Ihr Beitrag ist der fünfte in einer lockeren Reihe von Kommentaren, mit denen Korrespondenten europäischen Zeitungen auf ZEIT online die deutsche EU-Ratspräsidentschaft begleiten.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Darf man über stillgelegte Diktatoren lachen?
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
Die Beispiele Saddam Hussein und Adolf Hitler zeigen: Immer mehr Tyrannen werden getötet, beleidigt und unwürdig behandelt. Das ist nicht nett.
Nein, schöne Landrätin, um ihn geht es ausnahmsweise mal nicht Foto: dpa
Gibt es denn nirgendwo eine Bedienungsanleitung für stillgelegte Diktatoren? Nein, Frau Landrätin Pauli, das ist nicht Ihr Thema. Es geht um Politiker, vor denen man wirklich Angst haben musste, und zwar nicht nur im Dunkeln. Richtige Diktatoren. Als die noch an der Macht waren, konnten sie einem noch diktieren, wie mit ihnen zu verfahren sei. Aber jetzt? Nehmen wir nur das verwackelte Abschlussvideo des irakischen Altpräsidenten.
Strangulations-Ethiker diskutieren: Fraglos verletzt das Filmen mit Kamerahandy die Menschenwürde. Schließlich werden, wegen des miserablen Objektivs, Charaktere verzerrt und wirken unterbelichtet. Aber sollte Saddams Hinrichtung deshalb anstandshalber wiederholt werden? Notfalls mit einem seiner Doppelgänger?
⇒⇒⇒ mehr Infos
Endlich! Scientology erobert Deutschland
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
Das wurde aber auch Zeit. Die sympathische und vollkommen zurechnungsfähige Religionsgemeinschaft Scientology eröffnet in Berlin eine Zentrale. Und zwar, „um die obersten Etagen der deutschen Regierung zu erreichen“, wie es in einem internen Papier der Organisation heißen soll. Der Erfolg wird nicht lange auf sich warten lassen.
Deutschland 2008. Die Stimmung ist super im Bundestag. Die Kanzlerin und Bundes-Auditorin Angela Merkel hüpft vor dem versammelten Parlament auf einem Sofa herum. „Ich fühl mich gut“, kreischt die Vorsitzende der SDU (Scientologische Dermatologische Ueberpartei), „ich liebe Joachim und will Kinder von ihm.“ Die Abgeordneten applaudieren, als sich Merkel zu den Klängen der von Chick Corea verfassten neuen Nationalhymne auf dem Boden wälzt. Die Mitglieder des Bundestages haben gerade beschlossen, auf ihre Diäten zu verzichten. „Wir sind jetzt alle Dianetiker, da sollte man sich den Zucker lieber sparen“, erläutert Bundestagspräsident Norbert „Ron“ Lammert den beispiellosen Vorgang.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Am Abgrund einer neuen nuklearen Bedrohung
Montag 15.01.2007 18.00 Uhr
US-Politiker beleben die alte Vision von einer atomwaffenfreien Welt und machen konkrete Vorschläge für ihre Umsetzung in die Wirklichkeit.
Atomwaffen stellen uns heute vor enorme Gefahren, aber auch vor eine historische Chance. Die US-Regierung ist gefordert, die Welt einen entscheidenden Schritt voranzubringen - zu einem haltbaren Konsens darüber, weltweit die Abhängigkeit von Atomwaffen aufzugeben, um damit entscheidend dazu beizutragen, dass sie nicht in die falschen Hände geraten, und sie letztendlich als globale Bedrohung auszuschalten.
Als Abschreckungsmittel trugen Atomwaffen während des Kalten Krieges wesentlich dazu bei, die internationale Sicherheit zu gewährleisten. Mit Ende des Kalten Krieges wurde die Doktrin der gegenseitigen sowjetisch-amerikanischen Abschreckung obsolet. Abschreckung ist zwar weiterhin für viele Länder, die sich von anderen bedroht sehen, ein wesentlicher Faktor, aber dabei auf Atomwaffen zu setzen, wird zunehmend riskanter und wirkungsloser.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Ohne Text
Samstag 19.08.2006 23.00 Uhr
Karikatur
⇒⇒⇒ mehr Infos
"Energiekonzerne sind dreiste Krisengewinnler"
Samstag 19.08.2006 23.00 Uhr
Angesichts von Rekordgewinnen der Energiekonzerne hat sich das SPD-Vorstandsmitglied Hermann Scheer für die Einsetzung eines Parlamentarischen Untersuchungsausschusses ausgesprochen.
In einem Gastbeitrag für die Bild am Sonntag schrieb Scheer: „Die Energiekonzerne sind dreiste Krisengewinnler - zu Lasten der Volkswirtschaft und auf Kosten der Autofahrer und Stromkunden. Sie missbrauchen ihre marktbeherrschende Stellung und verstoßen damit gegen das Wettbewerbsrecht, besonders mit ihren offenkundigen Preisabsprachen.
Nach der angekündigten Anhebung der Strompreise hebt auch das Gros der Gasversorger die Verbraucherpreise für Erdgas zum Herbst kräftig an.
Laut Scheer ist es höchste Zeit, politisch einzugreifen. Die Aufgabe eines Untersuchungsausschuss des Bundestages bestünde darin, „die dubiosen Kalkulationsmethoden offen zu legen“. Und er müsste die Gesetzlücken im nationalen und im europäischen Recht aufdecken, „die eine politische und gerichtliche Verfolgung der Preistreibertricks der Energiekonzerne erschweren“.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Kritik aus allen Fraktionen
Samstag 19.08.2006 23.00 Uhr
Steinbrück steht mit seiner Urlaubsverzicht-Idee allein da. Auch SPD-Politiker stellen sich gegen Forderung des Finanzministers und erinnern an Bedeutung des Tourismus.
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) erntet für seine Forderung, die Deutschen müssten zugunsten der Altersvorsorge auf Urlaub verzichten, breite Kritik.
Am Donnerstag hatte er in einem Interview gesagt, die Menschen müssten sich auf höhere Ausgaben für Alter, Gesundheit und Pflege einstellen. "Das heißt: Wir müssen im Zweifel auf eine Urlaubsreise verzichten, um für später vorzusorgen."
Mit diesen Äußerungen steht er selbst in der SPD allein. Zwar müssten die Deutschen im Schnitt mehr Vorsorge betreiben, sagte Fraktionsvize Ludwig Stiegler der Süddeutschen Zeitung. "Aber die Einkommensverwendung liegt immer noch in der Hand des Einzelnen und nicht in der Hand des Finanzministers. Daran soll sich auch nichts ändern." Der Tourismus sei "eine wichtige Wachstumsbranche". Stiegler ist in der SPD-Fraktion für Wirtschaft und Tourismus zuständig.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Murat Kurnaz soll noch im August aus Guantánamo frei kommen
Samstag 19.08.2006 23.00 Uhr
Der im US-Gefangenlager Guantánamo internierte Deutsch-Türke Murat Kurnaz soll im August freikommen. Das berichten der "Spiegel" und die "Financial Times Deutschland".
Der aus Bremen stammende Mann solle in den kommenden Tagen nach Deutschland überführt werden. Kurnaz war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in Pakistan festgenommen und 2002 in das US-Gefängnis gebracht worden. Die US-Seite hatte bis zuletzt behauptet, Kurnaz sei ein gefährlicher Extremist. -
⇒⇒⇒ mehr Infos
Terror wird nicht nur von Terroristen ausgeübt !
Sonntag 20.08.2006 91.00 Uhr
Immerhin war es zumindest einer Zeitung ein paar Zeilen Wert (Von denen die ich gelesen habe) das der seit Jahren auf Guantanamo inhaftierte Deutsch Türke Murat Kurnaz in diesen Tagen freikommen soll.
In unserer schnelllebigen Zeit wird schnell vergessen, man sollte aber nicht vergessen das nach dem 11. September jeder in diese Lage kommen kann. Da schon ein Verdacht genügt. Es reicht wahrscheinlich schon das jemand mit dem Finger auf dich zeigt. Das erinnert mich fatal an das dritte Reich wo Denunziation an der Tagesordnung war oder an die Hexenprozesse im Mittelalter.
⇒⇒⇒ mehr Infos
Die einsamen Rufer vom Alex
Samstag 19.08.2006 23.00 Uhr
Die Montagsdemo lebt: Woche für Woche trifft sich ein Grüppchen Unentwegter, um gegen Hartz IV, Lohndumping und große Koalition zu protestieren. "Hauptsache, wir bleiben organisiert", sagt einer
Der Mann ist aufgeregt. Er spricht heute zum ersten Mal. Er zittert so heftig, dass er sein Plakat weggeben muss, um das Mikrofon mit beiden Händen zu halten. "Wir werden von Flaschen regiert", ruft er mit starkem Tremolo. Er fühlt sich an böse alte Zeiten erinnert: "Zwangsarbeit hatten wir 1933 schon einmal", presst er hervor. Ein Raunen geht durch die Menge, einige nicken, andere schütteln den Kopf. Jemand quittiert die Analogie zwischen den 1-Euro-Jobbern der Hartz-IV-Ära und der Ausbeutung von Nazi-Häftlingen mit den Worten: "Heute wird man wenigstens dafür bezahlt."
⇒⇒⇒ mehr Infos
|